„Konzept der Ausstellung ‚Yingmei Duan’ im ‚Museum für Moderne Kunst’ in Beijing, 2008 – ein Traum“

„Konzept der Ausstellung ‚Yingmei Duan’ im ‚Museum für Moderne Kunst’ in Beijing, 2008 – ein Traum“

Dauer:

ca. 60 Minuten
Kunstverein Kassel, Deutschland, 2007
Galerie Lungomare in Bozen, Italien, 2008

Fotograf:

Stefan Daub

Live Performance

In ihrem performativen Vortrag im Kunstvereinsheim stellte Yingmei Duan in der Rolle einer Museumsführerin (ergänzt durch Kurators Susanne Jakubczyk von Kunstverein Kassel and Angelika Burtscher von Galerie Lungomare Bolzano in der Rolle der Künstlerin Duan) anhand eines imaginären Gangs durch eine Ausstellung im Museum für Moderne Kunst in Beijing 2008 ihre Arbeiten dem Publikum vor. Bei dem Rundgang durch die einzelnen Ausstellungsräume der fiktiven Retrospektive zeigte Duan nicht nur ihre Malereien aus den 90er Jahren und ihre Performances in East Village, Beijing, aus dem Jahr 1995, sondern auch Performances ohne Interaktionen (u. a. „In between“, „Paradise“), interaktive Performances (u.a. „Sleepwalker“, „Menschenwald“) und experimentelle Konzepte (u.a. „26 Days in OKS“) aus den Jahren 1991 bis heute. 

Sie schloss den Vortrag mit zwei Live-Performances ab. Bei der ersten Performance kremte sich Duan auf einem fiktiven Friedhof die Beine ein, um etwas gegen das Jucken von Insektenstichen zu unternehmen und rief dabei wiederholt „Zecken, Zecken, bitte nicht zu mir kommen! Ihr wisst, dass ich kein Gefühl für euch habe. Ich möchte nicht eure Freundin werden. “Danach wurde das Publikum aufgefordert, sich einen leeren Raum zu vorzustellen und mit geschlossenen Augen für einige Minuten ruhig im Dunkeln zu verweilen.